BTS Rail Saxony

Mit dem Cluster BTS Rail Saxony hat der BTS Bahntechnik Sachsen e.V. ein gemeinsames Dach für die Zusammenarbeit der sächsischen Bahnzulieferer, Infrastrukturausrüster, Ingenieurdienstleister und Planungsbüros für die Entwicklung neuer Produkte und die Erschließung von Auslandsmärkten geschaffen. Darüber hinaus repräsentieren wir die Interessen der sächsischen Bahntechnikbranche gegenüber staatlichen Institutionen und stellen so die Verquickung von Politik und Wirtschaft sicher.
Mit ca. 60 Mitgliedern ist es damit das größte Cluster der Bahnindustrie in Mitteldeutschland.
Mit vertreten im Clusterverbund BTS Rail Saxony ist auch die Wissenschaft, insbesondere die Exzellenzuniversität TU Dresden. Die enge Zusammenarbeit mit Forschung und Wissenschaft bietet die Möglichkeit, die sächsische Innovationskraft noch weiter zu stärken. Clusterakteure profitieren dabei von Synergien, die dank des intensiven Wissens- und Erfahrungsaustauschs im internationalen BTS-Netzwerk entstehen.Als Gründungsmitglied des europäischen Bahnclusterverbandes ERCI und dessen Sprecher verfügen wir über belastbare Kontakte zu internationalen Partnerclustern. Wir engagieren uns gemeinsam für Beteiligungen an europäischen Forschungsprogrammen wie „Shift2Rail“, um die Wettbewerbsfähigkeit der sächsischen Bahntechnikunternehmen auch in den kommenden Jahren zu sichern. BTS Rail Saxony ist ein durch den Freistaat Sachsen aus Mitteln der GRW gefördertes Clusterprojekt.

“Sensorik Sachsen“ (SenSa) ist ein entscheidendes neues Element auf der sächsischen Netzwerk-Landkarte, da es die Erforschung und Weiterentwicklung von Sensortechnologien branchenübergreifend bündelt und somit Synergien schafft. Die Zukunft braucht leistungsfähige Sensorik – dies ist im Bereich der Schiene nicht anders. Hierbei sind Entwicklungsbedarfe auf Fahrzeug- und Infrastrukturseite gleichermaßen zu finden. Beispielsweise könnte das Thema „Predictive Maintenance“ (vorausschauende Wartung) durch den Einsatz neuartiger Sensorik vorangetrieben werden. Wenn der Verschleiß von Bauteilen besser vorherzusagen und zu überwachen wäre, ließen sich Wartungskosten senken und z.B. ungeplante Zugausfälle minimieren. Deutliche Entwicklungspotenziale sehen wir zudem im Bereich der optischen Sensorik und Kameratechnologie – Stichwort „automatisiertes Fahren“. Und auch im Bereich der Fahrgastsicherheit tun sich weitere Entwicklungsfelder auf. Als Träger des Innovationsclusters SET4FUTURE („Smart and Efficient Train System for Future Rail Mobility”), das sich zum Ziel setzt, die regionale Mobilität effizienter, wirtschaftlicher und attraktiver zu gestalten, sehen wir vor allem in der clusterübergreifenden Zusammenarbeit mit SenSa die große Chance, Schnittstellen-Themen wie diese über die Branchengrenzen hinweg zu bearbeiten und so gemeinsam bahnbrechende Lösungen auf die Schiene zu bringen.

Christin Lorenz
Clusterkoordinatorin, BTS Rail Saxony