Linguwerk und TU Dresden: Bescheidübergabe für das EFRE-Projekt “Zungenmaus”

Die Linguwerk GmbH und das Institut für Akustik und Sprachkommunikation der TU Dresden entwickeln gemeinsam ein technisches Assistenzsystem, mit dem Computeranwendungen oder Haushaltsgeräte durch Zungenbewegungen gesteuert werden können. Das Projekt wird bis Ende 2020 mit mehr als einer halben Million Euro gefördert. Die Mittel stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Bis zum Ende der Projektlaufzeit soll ein voll funktionsfähiger Demonstrator als Basis für die anschließende Produktentwicklung entstehen. Anlässlich dieses Projekts erfolgt am 1. März die Übergabe des Bescheides über die Förderung am durch Sachsens Gesundheitsministerin Barbara Klepsch.

Im fortgeschrittenen Alter haben viele Menschen mit eingeschränkter Motorik erhebliche Probleme, Haushaltsgeräte mit den eigenen Händen zu bedienen. Allein in Deutschland sind fast 900.000 Menschen von Rheuma, Parkinson oder dem Funktionsverlust von Gliedmaßen betroffen.

Bildrechte: Frank Grätz/Linguwerk

Die Linguwerk GmbH und Forscher der TU Dresden entwickeln im Projekt “Zungenmaus“ gemeinsam ein altersgerechtes, technisches Assistenzsystem, mit dem auf Basis von Zungenbewegungen Geräte bedient werden können. Mit der “Zungenmaus” soll ein kleines Sensorplättchen zukünftig die Hand ersetzen können. Es wird hinter den oberen Schneidzähnen befestigt und enthält auf einer flexiblen Leiterplatte eine Sensorik, die Zungenbewegungen exakt vermisst und dadurch einen Eingabemodus ermöglicht. Die Bewegungen werden in Steuerbefehle umgewandelt und können beispielsweise einen Cursor auf einer grafischen Benutzeroberfläche steuern, wie bei einer Computermaus.

Weiterführende Infos:
www.linguwerk.de

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